Ich hatte ja schon einen Lobgesang auf die Rheinzeitung abgelassen und
eigentlich wollte ich dann auch schnell was zur neuen Version schreiben, nur
ging das leider nicht früher. Am Montag waren wir mal wieder im Forsthaus
und Tante Jutta dabei. Sie ist eigentlich die Tante meiner Frau aber solche
Bezeichnungen schleichen sich halt ein. Sie dürfte zur ersten Generation der
Leserinnen der Rheinzeitung gehören und wahrscheinlich hat sie auch genau so
lang ein Abo wie es die Zeitung gibt. Die habe ich mal gefragt wie sie die
neue Zeitung findet und da sagt sprudelt sie sofort los. Ja prima man kann
sie viel besser lesen weil da mehr Platz ist und bunter sei sie auch
geworden, das würde der Nachbarin nicht so gut gefallen. Aber man kann, nein
man soll ja anrufen und sagen wenn einem etwas nicht gefällt. Das hat ihr
sehr gefallen.
Mir auch und die veränderte, verbesserte Lesbarkeit. Der Zeitung nicht nur
ein neues Gesicht zu geben, sondern dem Leser auch die Gesichter hinter der
Zeitung zu zeigen ist über die Beilage wunderbar umgesetzt worden. Da ist
Luft in der Zeitung, vielleicht sogar ein neuer Wind und dieser hilft beim
Lesen, ja beschwingt den Leser und das hilft, nicht nur dem Leser, sondern
auch der Zeitung. Sie kommt immer mehr aus einem Guss daher, von Menschen
gemacht die eine gute, eine informative Zeitung machen wollen. Natürlich
findet man darin viel Eigenlob, aber warum auch nicht, es muss nicht allen
gefallen, aber ein Umbau eine Neugestaltung ist allemal besser als zu
verharren.
Es gibt sicher ausreichend Anlass für Kritik, aber das ist ja auch gut so,
wenn es eine Zeitung ohne Ecken und Kanten wäre würden wir in der weichen
Sauce ertrinken. Tante Jutta zum Beispiel findet die Zeitung wird immer
grauer, also vom Druck der Schrift her, was es etwas schwerer macht sie zu
lesen, könnte aber auch an dem nachlassenden Augenlicht liegen.
Ich bin Zufrieden mit der Zeitung, ein Teil des Staubs ist ab und das nicht
nur im Design, auch inhaltlich und von der Schreibe her werden die RZler
immer mutiger, vielleicht hat der Besuch von Sascha Lobo doch etwas
geholfen. Die Redakteure schreiben jetzt wieder mit mehr Herzblut,
wahrscheinlich aber auch weil immer mehr Response von aussen kommt.